Sie denken über den Bau eines Pools nach, sind aber nicht ganz sicher, welche Kosten dabei jährlich auf Sie zukommen? Hier finden Sie die Antworten! Nachdem wir die jährlichen Stromkosten eines Pools unter die Lupe genommen haben, wenden wir uns nun den Kosten für das Wasser und die Pflege des Beckens zu.

 

Befüllung des Pools:

  • Beckengröße

Wie nicht anders zu erwarten, hängen die Kosten für die erste Füllung des Schwimmbeckens von seiner Größe ab. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis pro Kubikmeter Wasser 2019 bei 4,03 € inkl. MwSt. Daher sieht die Rechnung bei einem Becken von 8 x 4 m folgendermaßen aus:

8 m x 4 m x 1,5 m = 48 m³, also ca. 193,44 €.

Theoretisch findet das komplette Auffüllen des Beckens nur ein einziges Mal statt, denn danach müssen Sie den Pool nie mehr vollständig leeren.

  • Die Wahl des Wassers

Wir empfehlen Ihnen, zum Füllen Ihres Pools kein Quell- oder Brunnenwasser zu verwenden. Dieses natürliche Wasser lebt und ist nicht so vorbehandelt wie Leitungswasser. Was Sie dabei vermeintlich an Wasser sparen, ist deutlich weniger als das, was Sie anschließend für Zusatzprodukte zur Wasseraufbereitung ausgeben müssen.

  • Sie befürchten ein Leck?

Der Wasserstand sinkt, und Sie wissen nicht weshalb? Machen Sie den Eimer-Test: Füllen Sie einen Eimer mit Wasser aus dem Schwimmbecken und stellen Sie ihn teilweise eingetaucht auf eine Stufe des Pools. Markieren Sie den Wasserstand im Eimer und im Becken. 24 h später muss die Verdunstung im Eimer genauso groß sein wie die im Pool.

Spitzenverbrauch im Jahresverlauf:

  • Verdunstung und Spritzwasser im Sommer

Eine mehr oder weniger große Menge des Inhalts Ihres Beckens verdunstet den Sommer über unter dem Einfluss von Sonne und Wind. Wenn Sie in Ihrem Schwimmteam fleißige Sprungchampions haben, vergrößert sich der Schwund möglicherweise noch etwas mehr. 😉

Um die Verdunstung des Poolwassers einzudämmen, empfehlen wir die Abdeckung mit einer Plane.

  • Passive Überwinterung

Für die passive Überwinterung muss Ihr Becken bis zur Höhe der Düsen geleert werden. Lassen Sie niemals das gesamte Wasser ab, da dies zu irreparablen Schäden am Becken selbst führen kann.

Bei der Inbetriebnahme des Pools im Frühling füllen Sie dann etwa ein Viertel des Beckenwassers auf. Damit reduzieren Sie die Konzentration von Ablagerungen (Verschmutzungen) im Wasser.

 

Wasseraufbereitung:

Letzten Endes hängen die Kosten für die Aufbereitung des Poolwassers davon ab, für welche Art von Aufbereitung und Produkten Sie sich entscheiden.

  • Wasseraufbereitung mit Chlor

Der Jahresbedarf an Chlor für ein Schwimmbecken beläuft sich auf 150,- €. Hinzu kommen Entkalkungsmittel (30,- €), Produkte zur pH-Regulierung (30,- €) sowie Flockungsmittel (20,- €), bei Verwendung von Sandfiltern.

Gesamtkosten: durchschnittlich 230,- €.

  • Wasseraufbereitung mit Brom 

Beim Einsatz von Brom beläuft sich das Jahresbudget auf ca. 200,- €, plus 30,- € für Entkalkungsmittel und zwischen 10,- und 20,- € für Produkte zur pH-Regulierung, da Brom weniger sensibel auf den pH-Wert reagiert als Chlor.

Gesamtkosten: durchschnittlich 245,- €.

  • Wasseraufbereitung mit Salz

Wenn Sie das Wasser in Ihrem Pool mit einem Salz-Elektrolysegerät aufbereiten, amortisieren sich die Anschaffungskosten für das System innerhalb von ein paar Jahren. Das Salz kostet ca. 10,- € im Jahr (die erste Inbetriebnahme nicht eingerechnet), d. h. etwa so viel wie ein 25 kg-Sack Salz. Bitte beachten Sie dabei, dass die Zelle aufgrund von Materialermüdung regelmäßig (alle 3 bis 5 Jahre, je nach Nutzung) ausgewechselt werden muss. Hinzu kommen 30,- € Entkalkungsmittel, 30,- € für Produkte zur pH-Regulierung und 20,- € für Flockungsmittel bei Verwendung von Sandfiltern.

Gesamtkosten: durchschnittlich 90,- € im Jahr.

 

Last but not least ist die laufende Pflege und Überwachung des Wassers das ganze Jahr über ebenfalls ein wichtiger Faktor!